In der Aufzählung der Gefahren des ländlichen Strassenverkehrs habe ich doch glatt eine Gruppe vergessen. Da das Ausgrenzen gesellschaftlicher Gruppen wirklich nicht in Ordnung ist, sollen die Fahrer frisierte Kleinkrafträder und Roller nicht unerwähnt bleiben. Schliesslich hat ein herausragendes Exemplar dieser Spezies durch den vorgestrigen Polizeibericht auf sich aufmerksam gemacht. Frisiert heisst in diesem Fall nicht ein etwas lauter dröhnender Auspuff und fünf Stundenkilometer schneller als vom Hersteller vorgesehen. Der aufgemotzte Roller, usprünglich für höchstens 25 km/h zugelassen, war in der Lage, eine Geschwindigkeit jenseits der 100 km/h zu erreichen. Dank einer aufmerksamen Polizeikontrolle wird der Besitzer jetzt vermutlich erst einige Jahre später den Autoführerschein bekommen, aber ein Auto wäre bei so einem Roller sowieso eher ein Rückschritt.
Vergessen habe ich diese Gruppe Verrückter wahrscheinlich, weil sie weniger eine Gefahr für andere als für sich selbst sind. So ein Gefährt verlässt dann doch eher die Fahrbahn mit versagenden Bremsen und landet im nächsten Acker oder löst sich einfach beim Durchbrechen der Schallmauer in seine Kunststoffbestandteil auf.