Vor einigen Tagen war das Fahrzeug des Ringeridols Thomas Zander, wie ihn die Lokalpresse gern tituliert, an einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten beteiligt. Obwohl ein Zeuge behauptet ihn noch gesehen zu haben, war niemand am Unfallort zugegen, das Fahrzeug verlassen. Laut Lokalzeitung hat der Anwalt von Thomas Zander am Tag nach dem Unfall mit der Polizei Kontakt aufgenommen. Thomas Zander sei in einer Spezialklinik, habe Kopfverletzungen und mehrere Brüche und könne sich an nichts erinnern. Er werde mit den anderen Unfallbeteiligten bald Kontakt aufnehmen.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie konnte ein augenscheinlich beträchtlich Verletzter in eine auswärtige Spezialklinik gelangen? Wer hat ihn transportiert und auf welcher Basis hat sich derjenige entschieden, die anderen Verletzten zurückzulassen? Hatte der unbekannte Retter die notwendigen medizinischen Kenntnisse auch gleich noch zu entscheiden, dass eine Spezialklinik dem örtlichen Krankenhaus vorzuziehen sei? Oder hat sich Herr Zander trotz seiner Verletzungen, vielleicht unter Schock stehend, selbst vom Unfallort entfernt? Immerhin liegt sein Wohnort nur knapp zwei Kilometer vom Unfallort entfernt.

Ein mehr als seltsamer Vorgang, der eine Vielzahl an unangenehmen Fragen aufwirft. Leider kann sie der Betroffene selbst nicht aufklären, da er sich laut Anwalt an nichts erinnert.

Nebenbei bemerkt taucht da wieder die Frage auf, ob es wirklich eine gute Idee des damaligen Oberbürgermeisters Ulrich Pfeifle war, gleich eine Sporthalle nach Thomas Zander zu benennen, aber vielleicht erinnert er sich auch nicht mehr daran.