Erinnert sich hierzulange noch jemand an Romário de Souza Faria? Fußballfans ist der brasilianische Stürmer selbstverständlich ein Begriff, er wurde 1994 mit Brasilien Weltmeister und in den Niederlanden und Spanien mehrfach Meister mit verschiedenen Vereinen. In letzter Zeit macht er International aber durch seine krampfhafte Anstrengung auf sich aufmerksam, die Grenze von 1000 Toren während seiner jahrzentelangen Karriere zu durchbrechen. Um dieses Ziel zu erreichen hat er eine ganz eigene, von der FIFA nicht akzeptierte, Zählweise entwickelt. Er zählt neben Toren in offiziellen Spielen auch Tore in Jugenspielen und bei Benefizspielen zu seiner Liste. Ob dieser etwas bizarre Ehrgeiz auch etwas mit seinem aktuellen Dopingbefund zu tun hat, der Mann ist 41 und  immer noch als Profi aktiv, oder nur mit seiner Eitelkeit lässt sich nicht so einfach beantworten. Jedenfalls hat er über Monate ein Haarwuchsmittel verwendet, das eine Substanz enhält, die seit 2005 auf der Dopingliste steht.

Ist soviel sture Eitelkeit eigentlich noch ärgerlich oder schon bemitleidenswert lächerlich? Ein Fußballprofi, der eine so erfolgreiche Karriere hinter sich hat, macht sich zur peinlichen Witzfigur, (more…)

Der Einsatz von Steuergeldern ist naturgemäß immer kontroversen Diskussionen ausgesetzt. Die verschiedenen Einschätzungen über die Notwendigkeit und Priorität einzelnen Ausgaben sind dabei vom persönliche Standpunkt abhängig. Beliebt bei solchen Diskussionen, von der politischen Ebene über Kommentare in den Medien bis zur Theke der nächsten Eckkneipe, sind Vergleiche nach dem Muster “Wie kann man für diese Sache Geld ausgeben, wenn für jene Sache angeblich das Geld fehlt”. Einen derartigen Vergleich möchte ich mir nach der Lektüre eines Artikels auf Spiegel-Online auch mal gönnen.

Die Verleihung des Bambi, eine Veranstaltung von für meinen Geschmack nahezu gesundheitsgefährdender Langweiligkeit, fand 2005 in München statt. Der Bayerische Rechnungshof hat jetzt (more…)

Es gibt ja die umöglichsten Dinge, die sich mit dem Attribut Designer-Irgendwas schmücken. Designersofas, Designerlampen, Designersocken und Designerkatzenklos. In den meisten Fällen steht dieses Attribut ohne Nennung des verantwortlichen oder schuldigen Designers nicht für ein besonders Aussehen oder eine atemberaubende Gestaltung. Meist reichen zur Einstufung als Designer-Irgendwas abgerundete Ecken, das gnädige Weglassen von pastellfarbenen Aufklebern -dann wäre es ein poppiges Irgendwas und kein Designer-Irgendwas- und ein verzweifelten Hersteller aus.

Seit etwa zwei Wochen stehen in Aalen zwei Exemplare einer neuen Gattung des Designer-Irgendwas, (more…)

Ich gestehe es ein, Frau Pauli und ihre Bemühungen um mediale Aufmerksamkeit haben für mich einigen Unterhaltungswert. Die Frage danach, was Gabriele Pauli auf ihrem politischen Weg in die Versenkung antreibt schwingt dabei im Hintergrund immer mit.

Zumindest in Bezug auf ihre finanziellen Vorstellungen zur Bezahlung von Interviews und der gewünschten Antworten bin ich in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung auf eine erstaunlich einfache Antwort gestossen. (more…)

Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli möchte seit Kurzem für etwaige Interviews bezahlt werden. Vermutlich möchte sie so aus dem beginnenden Verglühen ihres Daseins als Medien-Sternschnuppe noch etwas Kapital schlagen, nachdem nichtmal ihr Austritt aus der CSU Edmund Stoiber aus Brüssel zurück nach Bayern locken konnte. Jeder muss eben sehen, wo er bleibt, vielleicht überschätzen wir alle auch die Vergütung, die eine Tätigkeit als Landrätin in Bayern so mit sich bringt.

Der Versuch ein Interview an den Focus für 30.000 Euro zu verkaufen hat sich aber zum Bumerang entwickelt. Mit dem Angebot, bei bereitwilliger Bezahlung könne der Focus auch Wünsche zum Inhalt der Antworten angeben, war das Blatt überreizt. (more…)

Selbst im Herbst ist es nicht immer neblig und trüb, sondern manchmal auch sonnit. Daher mal ein akutelle Bild im Header. Leider sieht man dem Bild ja nicht na, wie erbärmlich kalt es ist, aber immerhin ist auf diesem Bild der Tellerrand zu erkennen, über den nicht alle da unten in der Kleinstadt hausblicken.

Am letzten Donnerstag hat der Oberbürgermeister unserer netten Kleinstadt den Haushalt für das Jahr 2008 in den Gemeinderat eingebracht. Nach knapp zwei Jahren im Amt scheint es Oberbürgermeister Gerlach tatsächlich zu gelingen, sein Versprechen aus dem Wahlkampf in die Tat umzusetzen und die Finanzen der Stadt in Ordnung zu bringen. Bei einer Verschuldung von rund 60 Millionen Euro (pro Kopf rund 900 €) ist ein Abbau von zwei Millionen nur ein erster, aber bemerkenswerter Schritt in dir richtigem Richtung.

Warum diese glückliche Situation dann gleich wieder zum Verteilen von eher seltsam anmutenden Wohltaten genutzt wird, bleibt bisher das Geheimnis des OB. Über Priorität und Notwendigkeit jeder, speziell zusätzlichen, Ausgabe lässt sich natürlich diskutieren. Warum in einer Stadt, die es sich nichtmal leisten kann alle Straßen in ihrem Stadtgebiet von Schnee freizuräumen, (more…)

Am Donnerstag ist nahe der B29 bei Essingen ein Mann in seinem Fahrzeug verbrannt. Es ist absolut beschämend, dass ein Mensch in der Nähe einer vielbefahrenen Bundesstraße in einem Auto verbrennt und sich offensichtlich niemand darum gekümmert hat. Wenn man dem Bericht in den Stuttgarter Nachrichten glauben kann, hat es keiner der Vorbeifahrenden auch nur für nötig befunden überhaupt die Polizei zu informieren, sondern eine Streife kam irgendwann zufällig zum Unfallort. Es ist sicher fraglich, was in dieser Situation noch getan hätte werden können, wenn man bedenkt, dass die Wenigsten einen Feuerlöscher im Auto haben, aber ein paar Anrufe bei der Polizeit hätte man doch mindestens erwarten können.

Schadenfreude ist eine zwar manchmal verständliche, aber hauptsächlich kurzsichtige Gefühlsregung. Dies gilt auch gegenüber einem Bürgermeister, der sich über Jahrzente für Aalen engagiert eingesetzt hat. Das Angebot des ersten Bürgermeisters Dr. Eberhard Schwerdtner, ehrenamtlich einige Monate weiter zu arbeiten, bis seine Stelle neu besetzt werden kann in einer Abstimmung im Gemeinderat abzulehnen ist ein unschönes Ende einer beruflichen Laufbahn. (more…)

In der Aufzählung der Gefahren des ländlichen Strassenverkehrs habe ich doch glatt eine Gruppe vergessen. Da das Ausgrenzen gesellschaftlicher Gruppen wirklich nicht in Ordnung ist, sollen die Fahrer frisierte Kleinkrafträder und Roller nicht unerwähnt bleiben. Schliesslich hat ein herausragendes Exemplar dieser Spezies durch den vorgestrigen Polizeibericht auf sich aufmerksam gemacht. (more…)

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